Vision

DigiPolis möchte bestehende lokale Organisationen und Initiativen besser miteinander vernetzen und Menschen, die sich in ihrem Kiez engagieren wollen, denen bisher aber der Zugang oder das richtige Format fehlte, für Moabit aktivieren. Egal ob es um die Organisation eines Straßenfestes oder um einen neuen Zebrastreifen geht; Die Nachbarschaft soll mit einem digitalen Tool die Möglichkeit bekommen, sich nicht nur zu verabreden. Sie finden dort auch Mitstreiter*innen, können Aktionen direkt planen, Ideen sammeln und kollaborativ Projekte managen. Dabei fungiert DigiPolis als digitaler Knotenpunkt für die Aktivitäten im Kiez.

Von hier aus lassen sich Videokonferenzen planen, Infos zu bestehenden Angeboten einsehen und über diverse Schnittstellen wird ein einfacher Zugriff auf bestehende Netzwerke und Werkzeuge möglich. So bildet die Plattform nicht nur eine neue digitale Vernetzungsmöglichkeit, sondern stellt auch die notwendigen Tools für eine lokale Zusammenarbeit zur Verfügung. So werden aus Ideen Projekte und konkrete Aktionen, die im Kiez umgesetzt werden. Dabei liegt ein Augenmerk darauf, langfristig Engagierte, die in ihren Einrichtungen und Vereinen bereits etabliert sind, mit Interessierten auf Augenhöhe zusammenzubringen.

DigiPolis tritt dabei ermöglichend auf; das Koordinationsteam holt sich Expertise aus der Community und von Digitalexpert*innen, wenn es notwendig ist und bemüht sich um eine nachhaltige Finanzierung und Weiterentwicklung des Angebots. Alle Weiterentwicklungen werden dabei in Abstimmung und unter Einbeziehung der Menschen vor Ort (sowohl in digitalen als auch analogen Prozessen) vorgenommen. In der Umsetzung steht die Integration bestehender Angebote und digitaler Infrastrukturen im Vordergrund.

Prinzipien

Barrierearm – sowohl im digitalen Angebot als auch in den Zugängen zu Engagement

Unbürokratisch – Organisationen werden bestärkt, nicht ihr institutioneller Charakter

Auf Augenhöhe – egal ob Einzelperson oder Institution, alle Stimmen werden ernstgenommen

Motivierend – Moabiter*innen die sich bisher noch nicht engagiert haben, bekommen die Möglichkeit, Engagement vor Ort kennenzulernen

Gemeinsam – Menschen die Unterstützung benötigen und Engagierte können sich leicht vernetzen

Ermöglichend – aus Ideen werden Aktionen werden konkrete Veränderungen

Planung

Im Laufe des Jahres 2020 sind in verschiedenen Workshop- und Veranstaltungsformaten die Anforderungen in Moabit an eine digitale Kommunikations- und Aktivierungsplattform für den Kiez erarbeitet worden. Nach einer Erwartungsabfrage im Sommer wird vom Koordinationsteam, mit externem Input von Digitalen Expert*innen und Vertreter*innen aus diversen Moabiter Initiativen eine Prioritätenliste erstellt mit notwendigen und gewünschten Funktionen. Diese werden in einem schriftlichen Konzept festgehalten. Dieses beinhaltet nächste Schritte, die für die Umsetzung in den darauffolgenden Jahren notwendig sind und wird Ende des Jahres veröffentlicht.

In einem nächsten Schritt Anfang 2021, wird ein Team mit der nötigen Expertise für die Umsetzung beauftragt. Die Erarbeitung von DigiPolis erfolgt iterativ, also in kleinen Schritten und mit hilfe schrittweiser Anpassungen. So wird es zuerst darum gehen, ein MVP (Minimal Viable Product – ein mit minimalen Anforderungen nutzbares Ergebnis, eine Art Prototyp) zu entwickeln. Sobald dieses veröffentlicht werden kann, werden Moabiter*innen für User Testings eingeladen und ihr Feedback dokumentiert. Auf einer Art Marktplatz wird die grundsätzliche Logik der Plattform erlebbar und kann einfach ausprobiert werden. Der Funktionsumfang von DigiPolis wird sich so über die Zeit ausweiten und es werden immer mehr Möglichkeiten zur Vernetzung und Zusammenarbeit zur Verfügung stehen. Ziel ist es, auch kollaborative Funktionen zur Verfügung zu stellen und gegebenenfalls Schnittstellen zu politischen Gremien zu ermöglichen.
Um die Rückbindung an bestehende (analoge) Strukturen vor Ort sicherzustellen, werden regelmäßige öffentliche Treffen geplant, die Interessierte aus dem Kiez ebenso wie Organisationen und Netzwerke mit ihren Bedarfen für gemeinsames Arbeiten und die Planung von Veranstaltungen und Aktionen in den Entwicklungsprozess einbeziehen. Mithilfe eines Train the Trainer-Ansatzes werden lokale Multiplikator*innen eingebunden, die die Nutzung des Tools in ihren Communities und Organisationen einführen.